Städtebaufördergebiet

Mit der Aufnahme Bad Driburgs in das Städtebauförderungsprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ im Jahr 2008 hat die Stadt die einmalige Chance erhalten, bis Ende des Jahres 2021 eine hohe finanzielle Förderung zur Attraktivierung der Innenstadt in Anspruch zu nehmen.

 

Das Förderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“

Lebendige Innenstädte sind die Mittelpunkte des gesellschaftlichen Lebens und besitzen eine herausragende Bedeutung als Standorte für Wirtschaft, Kultur, Arbeiten und Wohnen. Der demographische Wandel und tiefgreifende Veränderungen im Einzelhandelsbereich gefährden zunehmend die Funktionstüchtigkeit der städtischen Kernbereiche – für alle sichtbar äußern sich die negativen Entwicklungen in Gebäudeleerständen und anderen Verödungserscheinungen. Das Städtebauförderungsprogramm „Aktive Stadt und Ortsteilzentren“ will mit einem Bündel an Fördermaßnahmen dieser Abwärtsspirale entgegenwirken.

Ziel
Das Ziel des Zentrenprogrammes ist es, die Rahmenbedingungen für die Einzelhandelslandschaft und für attraktives Wohnen zu verbessern, die Verkehrsinfrastruktur zu optimieren und öffentliche Freiräume städtebaulich aufzuwerten. Daneben gilt es, Einrichtungen für Bildung, Freizeit und Kultur zu sichern. Dabei zielt das Programm darauf ab, dass sich örtliche Akteure wie Einzelhändler und Anwohner gemeinsam für die Entwicklung der Innenstädte einbringen und engagieren.

Die Voraussetzung, um als Kommune in den Genuss der Fördermittel zu gelangen, ist die Aufstellung eines Integrierten Handlungskonzeptes sowie eine städtebauliche Rahmenplanung. Ein solches Handlungskonzept bildet die Richtschnur für das städtische Handeln der nächsten 10-15 Jahre.

Städtebauförderung von Bund, Ländern und Gemeinden

Weitere Informationen:

www.staedtebaufoerderung.info

 

Das Programmgebiet

In Bad Driburg haben rückläufige Zahlen bei den inhabergeführten Geschäften und rückläufige Übernachtungszahlen, eine zunehmende Einzelhandelskonkurrenz auf der grünen Wiese, ein Investitionsstau im Gastronomie- und Beherbergungswesen sowie ein teils erheblicher Modernisierungsbedarf bei Wohngebäuden der Innenstadt zugesetzt. Nicht zuletzt hat eine baulich in die Jahre gekommene Fußgängerzone deren Attraktivität geschmälert.

Im Jahr 2008 ist daher auch die Innenstadt Bad Driburgs in das „Zentrenprogramm“ aufgenommen worden.
 

Zentrale Aspekte der Innenstadt-Entwicklung

Im Integrierten Handlungskonzept „Aktives Stadtzentrum Bad Driburg“ werden eine Vielzahl von Maßnahmen und Projekte definiert, die insgesamt zu einer wesentlichen Verbesserung des Stadtbildes und der Lebensqualität in der Innenstadt beitragen sollen. Aus dem Städtebauförderprogramm fließen bis zum Jahr 2021 Zuschüsse in erster Linie in bauliche Maßnahmen. Die Gesamtmaßnahme hat ein Gesamtvolumen von ca. 11 Mio. €. Der städtische Eigenanteil bei den Städtebaufördermaßnahmen beträgt 40 % der Gesamtkosten, die übrigen 60 % sind Fördermittel von Bund und Land.

Einen Schwerpunkt des städtebaulichen Umbaus bildet die Umgestaltung der zentralen Achse „Lange Straße“ :

Die Lange Straße ist die zentrale Flaniermeile zwischen Innenstadt mit dem historischen Stadtkern und dem Kurpark. Die Abfolge vom großzügigen Boulevard, zur einladenden Einkaufsstraße bis hin zu kleinen Altstadtgassen prägt die Lange Straße. Sie wird von der zum historischen Stadtkern ansteigenden Topographie und den Ausblick auf die bewaldeten Hügel der Umgebung unterstützt. Das heutige Erscheinungsbild der Langen Straße wird dieser interessanten räumlichen Abfolge jedoch nicht mehr gerecht:

Eigentlich klare räumliche Zusammenhänge der Langen Straße sind nicht erlebbar, insbesondere durch die Trennwirkungen des Konrad-Adenauer-Rings und der Bahnlinie.
Offene Räume und die starke Prägung durch parkende Pkw’s im Bereich des Rathauses lassen keine klare Wegeführung erkennen.
Durch Pflanzflächen und teilweise Hochbeete ist das Flanieren im Bereich der Fußgängerzone und an der unteren Langen Straße eingeschränkt. Die Verbindung zur Stadtkirche und zum Kirchplatz (heute Parkplatz) ist kaum auffindbar, die Mauerbegrenzung an der Langen Straße wirkt abweisend.
Im Abschnitt der schmalen Altstadtgasse kollidieren Fahrverkehr, flanierende Fußgänger und Außengastronomie.
Die Wege- und Straßenbeläge sind sehr unterschiedlich und schadhaft.
Die Verwendung sehr unterschiedlicher Baumcharaktere in den verschiedenen Abschnitten lässt die Teilbereiche zusammenhanglos erscheinen.
Die nicht mehr zeitgemäße, uneinheitliche Beleuchtung bietet keine abendliche Atmosphäre, die die Besonderheiten des Ortes unterstreicht.
Insgesamt mangelt es dem Kurort Bad Driburg an angemessenem und ortstypischem Flair.


Zukunft Lange Straße - Orte der Begegnung

Die grundlegende Gestaltungsidee soll in Funktion und stadträumlicher Ausprägung unterschiedliche Abschnitte verbinden und den räumlichen Zusammenhang zwischen Kurpark und Innenstadt herstellen. Ziel ist es, die Lange Straße durch eine einheitliche Materialsprache und durch eine aufeinander abgestimmte Auswahl von Baum- und Lichtatmosphäre in ihrer Wirkung zu steigern und als durchgängige Flanierzone erlebbar zu machen. Besondere städtebauliche und räumliche Situationen wie der Raiffeisenplatz oder der Rathausplatz werden durch besondere Ausstattungselemente als Orte für den Aufenthalt herausgearbeitet. Wichtige Stadteingangssituationen erhalten Wasserobjekte (Brunnen), die das Stadtbild beleben und auf die Mineralwasserquellen der Stadt verweisen. Entlang der Langen Straße können somit abwechslungsreiche Flanieratmosphären geschaffen werden, die zum Bummeln und immer wieder zum Flanieren einladen.

 

Der LEONARDO-Brunnen

Am Eingangsbereich zur Fußgängerzone im Kreuzungsbereich Konrad-Adenauer-Ring entsteht derzeit ein neuer repräsentativer Brunnen, den sich viele Bad Driburgerinnen und Bad Driburger im Rahmen der Abstimmung der Entwurfsplanung für den 1. Bauabschnitt der Langen Straße "gewünscht" haben.

Aus Städtebaufördermitteln ist solch ein Projekt leider nicht finanzierbar, und auch die Stadt Bad Driburg war nicht ohne weiteres in der Lage, das Geld dafür aufzubringen. So wurden andere Wege in Betracht gezogen, den Brunnen dennoch zu realisieren. Dabei kam der Stadt Bad Driburg die Firma glaskoch zu Hilfe. Die Idee, den Brunnen als "Glas-Brunnen" zu inszenieren, geht auf den im Jahr 2011 verstorbenen Seniorchef Franz-Josef Kleine zurück. Seinem Sohn Oliver Kleine und jetzigen Geschäftsführer des Unternehmens ist es eine Ehre, das Vorhaben fortzuführen. Er hatte die Idee der Glastaler mit den Landschaftsarchitekten Lohaus & Carl entwickelt. Der weltbekannten Marke des Hauses entsprechend soll der Brunnen LEONARDO-Brunnen heißen und auch die Glastradition Bad Driburgs stärker ins Bewusstsein rücken. Die Firma glaskoch unterstützt den Brunnenbau finanziell. Dennoch waren Bürgerspenden notwendig, um das Projekt realisieren zu können. Die Stadt Bad trägt neben den Baukosten auch die Kosten für die Unterhaltung.
In Zeiten angespannter Finanzlagen handelt es sich also um ein Projekt, dass nur durch den gemeinschaftlichen Kraftakt von Stadtverwaltung, Unternehmen und Bürgerschaft realisiert werden konnte.

Auf einer 60 qm großen Wasserfläche werden 12 Fontänen das Wasser lebendig machen. In den Abendstunden wird die Wasserfläche stimmungsvoll beleuchtet sein. Der Brunnen wird wesentlich zu einer attraktiven Gestaltung der Langen Straße beitragen.

Hier finden Sie eine Übersicht über die beschrifteten Glastaler, auf die wir uns freuen können:

 

Umsetzungsstand der Gesamtmaßnahme (Juli 2017)

Seit dem ersten Spatenstich im Frühjahr 2011 bis jetzt ist in der Innenstadt vieles passiert. Der mittlere und obere Teil der Langen Straße wurden baulich fertiggestellt. Der Rathausplatz wurde 2016 zum Schmuckplatz umgestaltet.

 

Auch die Aufwertungsmaßnahmen an der Caspar-Heinrich-Straße wurden im Jahr 2016 beendet.

In den Jahren 2017-2021 befindet sich das Areal an der Mühlenpforte in der Umgestaltung. Hier soll u.a. ein attraktiver Spielplatz mit Wasserspiel-Elementen entstehen. Die Twieten, die zur Grundschule führen, sollen aufgewertet werden und die Dringenberger Straße in dem Bereich verkehrsberuhigt gestaltet werden.

Die aktivierenden Instrumente „Verfügungsfonds“ und „Fassadenprogramm“, die bürgerschaftliche Mitwirkung herbeiführen sollten, sind zeitlich ausgelaufen und haben viele kleinere Verbesserungsmaßnahmen erzielt. Die städtebauliche Aufwertung hat die Erstellung einer Sondernutzungssatzung in Verbindung mit einer Gestaltungsrichtlinie nach sich gezogen.

  • Gestaltungsrichtlinie (13796 KB)

    Für Sondernutzungen auf öffentlichen Flächen im Gebiet „Aktives Stadtzentrum Bad Driburg“

 

Im Rahmen des „Tag der Städtebauförderung 2017“ hat die Stadt Bad Driburg eine kleine Ausstellung erstellt, die den aktuellen Umsetzungsstand darlegt und einen Ausblick gibt, welche Maßnahmen noch anstehen.

Hier finden Sie die Ausstellungs-Plakate:

 
 
 

Anschrift

Stadt Bad Driburg
Am Rathausplatz 2
33014 Bad Driburg

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Tel.: 05253 / 88-0
Fax: 05253 / 88-135
info@bad-driburg.de

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