Südoststadt Bad Driburg

Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) für die Südoststadt in Arbeit

Am 25.09.2017 hat der Rat der Stadt Bad Driburg beschlossen, ein Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) für das südöstliche Quartier der Kernstadt erarbeiten zu lassen. Mit der Aufstellung solcher Entwicklungskonzepte, die die Voraussetzung sind, um in ein Programm der Stadterneuerung des Landes NRW aufgenommen werden zu können, hat die Stadt Bad Driburg bereits Erfahrung gesammelt. Im Jahr 2021 wird die letzte Städtebaufördermaßnahme des „IHK Aktives Stadtzentrum Bad Driburg“ umgesetzt und die Gesamtmaßnahme dann abgeschlossen sein.

Das Quartier „Südost“ (vorläufige Abgrenzung s. rechts) weist spezifische Probleme auf, denen mit einem Programm der Stadterneuerung begegnet werden könnte; Seit Errichtung der Schule ist es stark verdichtet worden. Heute leben im Quartier auf 1,045 km² ca. 3.100 Einwohner. Aus dieser für den ländlichen Raum ungewöhnlichen Dichte ergeben sich besondere städtebauliche Herausforderungen: Nicht nur für die Schule, auch für das Stadtquartier (der östliche Teil der sogenannten „Südstadt“) ist dabei ein deutlicher Mangel an öffentlichen Frei- und Spielflächen festzustellen. Es gibt im Quartier eine Mischung unterschiedlicher Wohnformen und den innerhalb der Stadt Bad Driburg größten Anteil an Wohnungen im Geschosswohnungsbau und an Sozialwohnungen. Gerade in diesem Quartier sind Angebote zum sozialen Austausch unbedingt erforderlich, aber derzeit kaum vorhanden bzw. unzureichend gestaltet. Aufgrund der genannten Bau- und Sozialstruktur leben in diesem Quartier auch viele geflüchtete Personen. Einerseits werden hier durch die Stadt Bad Driburg derzeit Flüchtlinge in angemieteten Wohnungen untergebracht, anderseits handelt es sich aufgrund des Mietpreisniveaus um das Quartier in Bad Driburg, in dem anerkannte Asylbewerber oder andere ausländische Personen ankommen, bevor gegebenenfalls später ein Umzug in ein anderes Quartier erfolgt. Weitere Angaben zum Quartier liefert auch das Integrierte Handlungskonzept Grüne Infrastruktur

Der Stadtpark ist die größte öffentliche Parkanlage der Kernstadt, die allerdings in ihrer Ausstattung und Gestaltung (Attraktivität) stark verbesserungswürdig und ausbaufähig ist. Im Park selbst erschweren teilweise Wegverbindungen mit Steigungen über 6 % die Nutzbarkeit / fußläufige Erschließung für alle Bevölkerungsgruppen. Diesen und anderen städtebaulichen Missständen (z.B. auch das sanierungsbedürftige Hochhaus Sulburgring 11) könnte mithilfe der Städtebauförderung begegnet werden. Daneben hat das Quartier einen umfangreichen energetischen Erneuerungsbedarf.

 

Das Förderprogramm „Stadtumbau West“

Welches Programm letztendlich einen Förderzugang für das Gebiet erlauben kann, wird sich im Rahmen der Analyse der ISEK-Erstellung zeigen und in letzter Instanz vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW entschieden werden. Zum momentanen Zeitpunkt favorisiert die Stadt Bad Driburg das Programm „Stadtumbau West“. Die wesentlichen Fördergegenstände sind:

  • Vorbereitung der Gesamtmaßnahme wie Erarbeitung (Fortschreibung) von städtebaulichen Entwicklungskonzepten einschließlich Bürgerbeteiligung,
  • städtebauliche Neuordnung sowie die Wieder- und Zwischennutzung von Industrie-, Verkehrs- oder Militärbrachen,
  • Verbesserung des öffentlichen Raumes, des Wohnumfeldes und der privaten Freiflächen,
  • Anpassung der städtischen Infrastruktur einschließlich der Grundversorgung,
  • Aufwertung und Umbau des Gebäudebestandes. Dazu gehört auch die Erhaltung von Gebäuden mit baukultureller Bedeutung, wie z.B. die Instandsetzung und Modernisierung von Stadtbild prägenden Gebäuden,
  • Wieder- und Zwischennutzung freigelegter Flächen,
  • sonstige Bau- und Ordnungsmaßnahmen, die für den Stadtumbau erforderlich sind,
  • der Rückbau leer stehender, dauerhaft nicht mehr benötigter Gebäude oder Gebäudeteile oder der dazu gehörenden Infrastruktur,
  • Leistungen von Beauftragten.

Weitere Informationen

www.stadtumbaunrw.de

 

Das ISEK im Detail

Die Erstellung eines Integierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes erfordert umfangreiche Erhebungen und Auswertungen sowie die Durchführung eines Bürgerbeteiligungsverfahrens. Das Büro „Drees & Huesmann“ aus Bielefeld unterstützt die Stadt Bad Driburg diesbezüglich.

Das Konzept beinhaltet einen Vorschlag zur Gebietsabgrenzung und eine Bestandsanalyse zu den folgenden Themenbereichen:

  • Städtebaulich-räumliche Struktur
  • Bevölkerungsentwicklung/Wohnen/Nachbarschaften
  • Wirtschaft: Einzelhandel, Dienstleitungen , Gewerbe, Arbeitsplätze
  • Soziale, kulturelle und öffentliche Infrastruktur
  • Grün- und Freiflächenstruktur
  • Verkehrliche Struktur (und Mobilität)

Darauf basierend wird ein Stärken-Schwächen-Profil (SWOT) erarbeitet werden und im Anschluss das Leitbild und die Ziele. Das Kernergebnis sollen Handlungsfelder mit konkreten Maßnahmen sein. Diese wiederum sind die Grundlage für die einzureichenden Förderanträge, die seitens der Stadt formuliert werden.


-Zeitlicher Ablauf-

Datum
Ende Januar 2018 Öffentliche Auftaktveranstaltung
Voraus. Feb./März 2018 1. Workshop mit Bürger/innen ( Wohnen, Freiflächen, Nachbarschaften und Soziales)
Voraus. Feb./März 2018 2. Workshop mit Bürger/innen (Wirtschaft, Einzelhandel, Arbeitsplätze)
Voraus. Feb./März 2018 3. Workshop mit Bürger/innen (Verkehr und Mobilität)
Anfang April 2018 Öffentliche Zwischenbericht-Präsentation
Ende Mai 2018 Öffentliche Abschlussveranstaltung
Juni 2018 Präsentation des Berichtes im Stadtrat und Beschlussfassung
 

Projekt „Aufwertung des Schul- und Sportzentrums der Südoststadt zum Quartiersplatz und Integrationsort“


Die Stadt Bad Driburg hat am 04.08.2017 einen Zuwendungsbescheid der Bezirksregierung Detmold für die Förderung der Einzelmaßnahme „Aufwertung des Schul- und Sportzentrums der Südoststadt zum Quartiersplatz und Integrationsort“ erhalten. Der Zuschuss für diese Maßnahme beträgt 2,1 Mio.€, der Eigenanteil der Kommune beträgt 233.300€. Die Förderung erfolgt im Rahmen des Sonderprogrammes „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier NRW 2017“. Die Maßnahme muss bis Ende 2021 umgesetzt werden. Sie ist ein wesentliches Schlüsselprojekt im Rahmen des zu erstellenden ISEKs.

Das Projekt umfasst zwei Teilmaßnahmen:

  1. Die Neuerrichtung des Schulhofes (ca. 1,4 Mio. €) an der Gesamtschule Bad Driburg in der Geschwister Scholl-Straße (Attraktivierung um Bewegungsangebote und Funktionserweiterung als Quartiersplatz, barrierearme Gestaltung)
  2. Umgestaltung der Großturnhalle (ca. 916.000€) zwecks Nutzungsmöglichkeit als Anlaufpunkt für die Integrationsarbeit: barrierearme Umgestaltung, Anlegen von zusätzlichen multifunktionalen Räumen (z.B. für den Veranstaltungsbereich), Begegnungsraum für die Integrationsarbeit, energetische Optimierungen

Weitere Infos zum Planungsstand können Sie der Präsentation rechts entnehmen.

 
 
 

Anschrift

Stadt Bad Driburg
Am Rathausplatz 2
33014 Bad Driburg

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Tel.: 05253 / 88-0
Fax: 05253 / 88-135
info@bad-driburg.de

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